Kinderzimmer

Kinderzimmer


Die Wohnung eines Ehepaars unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von den Wohnungen anderer Leute. Doch wenn Nachwuchs im Anmarsch ist sollte für den Zuwachs der Familie ein eigener Lebensraum gesichert werden. Ein Kinderzimmer muss her. Hier kann das Kind seinen Freiraum nach eigenem Belieben nutzen. Das Zimmer sollte den Bedürfnissen des Kindes angepasst werden und daher nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein. In den jüngeren Jahren dient es noch ausschließlich als Spielzimmer, wohingegen es sich in der Jugendzeit zu einem Rückzugsraum entwickelt, in dem die Privatsphäre ausgebaut werden kann.

Eine kurze Geschichte

Die Geschichte des Kinderzimmers ist schnell erzählt, da es sich um eine relativ neue Erfindung handelt. Bevor das Kind ein eigenes Zimmer bekam diente das Wohnzimmer oder das Schlafzimmer der Eltern als Schlafplatz. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts etablierten sich in den Kreisen des gehobenen Bürgertums separate Zimmer für Kinder. Währen des 19. Jahrhunderts hielt dieses Phänomen auch Einzug in anderen Schichten der Bevölkerung. Auch in der deutschen Sprache hat das Kinderzimmer seine Spuren hinterlassen. Einem Menschen mit schlechtem Benehmen rechnet man sofort eine „schlechte Kinderstube“ an.

Die Bastion der Ruhe

In Bezug auf die Größe eines Kinderzimmers gibt es hierzulande keine gesetzlichen Regelungen, jedoch sollte die verfügbare Fläche 10 m2 nicht unterschreiten. Die Möblierung beschränkt sich auf ein Bett, einen Schrank und einen Tisch. Immer populärer werden Hochbetten, da durch die Konstruktion mehr Platz auf dem Boden herrscht. Der wichtigste Faktor am Kinderzimmer ist die Möglichkeit des Kindes sich frei entfalten und zurückziehen zu können. Gerade in der Pubertät, in der Konflikte mit den Eltern oder insgesamt mit der Außenwelt vorprogrammiert sind, ist das Zimmer eines Jugendlichen die letzte Bastion der Ruhe. Darum sollte das Kinderzimmer den Charakter seines Bewohners wiederspiegeln, um somit einen höchstmöglichen Grad von Gemütlichkeit und Geborgenheit zu schaffen.